Gerade, d.h. aufrecht sitzen ist nicht einfach. Das Rückengerechte Sitzen fällt uns sehr schwer, weil die Muskulatur nicht gewohnt
ist so zu arbeiten. Kurz gesagt: Wenn Sie gerade sitzen entlasten Sie die Wirbelsäule aber für Sie ist das eine Belastung Sie quellen sich. Umgekehrt wenn Sie schluderig, entspannt sitzen belasten damit sehr die Wirbelsäule aber für Sie ist das eine Entlastung. Der Wechsel zwischen Belastung und Entlastung der Wirbelsäule ist entscheidend. Deshalb ein aktives Sitzen sollten Sie bevorzugen und im Alltag einbauen. Aktiv heißt öfters aufstehen und nicht gleich zwei Stunden am Stück sitzen bleiben, weil der Film so spannend ist. Jede Werbepause ausnutzen um die Position zu wechseln aufstehen, hinlegen z.B. Stufenlagerung, ein paar Schritte gehen usw.
Sitzen ist heutzutage unvermeidlich. Da das Sitzen eine der größten Belastungen ist, sollte man einiges beachten und hier ein paar Tipps von mir zum richtigen Sitzverhalten.
- länger als eine halbe Stunde am Stück „auf einem Fleck“ sollte man nicht sitzen, als
Vorschlag eine Eieruhr am Schreibtisch, Couch, Sessel usw. wo sie grad sitzen, hinstellen und nach Ablauf der Zeit aufstehen- POSITION WECHSEL. Also öfters Positionswechsel ist sehr wichtig in Ihrem Alltag. Wenn Sie berufstätig sind, viel vom Computer sitzen müssen, würde dann ein Gang zu Toilette (auch wenn es nicht immer notwendig ist), einfach ein paar Schritte machen, sich ein wenig bewegen, reichen. Telefonieren Sie z.B. im Stehen oder bewegen sich dabei. Vielleicht können Sie Ihr Arbeitsplatz Rückengerecht gestalten und mit Stehpult und/oder höhenverstellbaren Arbeitsplatz arbeiten. Nähere Informationen können Sie sich bei Ihrer Krankenkasse holen.
- wenn Sie die Möglichkeit haben, vor allem genug Platz und vielleicht die Erlaubnis vom Arbeitgeber würde ich einen Pezzi-Ball ( Sitzball, der in verschiedenen Größen im Handel wie z.B. Sportgeschäft, Orthopädiegeschäft erhältlich ist )empfehlen. Er sorgt dafür, dass Sie in Bewegung bleiben (das so genannte aktive Sitzen) und das starre Sitzen ist dann nicht mehr möglich. Außerdem kann man drauf hüpfen, „Faxen machen“, gleichzeitig Übungen machen und vor allem kann er viel Spaß bereiten. Damit kann das angenehme mit dem nützlichen verbunden werden. Zu Hause kann man ihn wirklich als Sitzmöbel, Übungsgerät und Spielzeug benutzen. Der einzige Nachteil ist, das gute Stück nimmt ein wenig Platz weg.
- die Sitzhöhe spielt auch eine große Rolle beim richtigen Sitzen. Die Hüftgelenke sollen höher sein als die Knie und die Beine nach Möglichkeit nicht überschlagen.